Wir versenden seit einer gefühlten Ewigkeit via GLS.
Die ersten 40.000 bis 50.000 Sendungen in 2002-2005 dürften alles GLS gewesen sein. Die Kunden waren meistens zufrieden und alles lief gut.

Leider häuften sich mit der Menge und dem regen Internethandel auch die Verlustfälle und Probleme.
In Deutschland verschwanden Pakete bzw. wurden irgendwo zugestellt. Im Ausland (besonders Italien) gab es ständig Zustellprobleme.
Einmal wurde ein ganzes Zustellfahrzeug ausgeraubt und was weiß ich.

Die letzten Jahre wurde es leider immer schlimmer. Diebstahl aus dem Paket, beschädigte Pakete, falsch zugestellt oder eben durchnässte Pakete. Gleichzeitig wurden die Hürden für eine Schadensreguelierung sehr hoch gelegt.gls

  • Einkaufsnachweis
  • Eidesstattliche Aussage des Empfängers (!)
  • Rechnung an Kunden
  • Schadensnachweis

Wir hatten jedes Mal sehr viel „Spaß“ und mussten alle Unterlagen erst einmal zusammen bekommen.
Am Ende gab es nur den Einkaufswert…selbst wenn der Artikel inzwischen teurer geworden ist.
Die Schadensabteilung von GLS in Kürnach schob immer alles auf GLS in 55129 Mainz – diese alles auf die Zentrale in Neuenstein.
Am Ende weigerten wir uns die eidesstattliche Versicherung beim Kunden einzufordern, wenn das Paket nicht einmal in Zustellung war. Rein rechtlich hat GLS dazu keinen Anspruch und gegenüber dem Kunden kann man solch eine Versicherung auch nicht verlangen und unterstellt diesem quasi Betrug.

In 2013 mussten wir GLS bereits in zwei Sachen verklagen, da man sich aus der Verantwortung winden wollte.
Wir haben hier beide Verfahren gewonnen.

Ende 2014 hatten wir wieder einige Schadensfälle und GLS stellte sich bei einem Verlust und einem durchnässten Paket erneut quer. Also ging es 2015 wieder vor Gericht.

Heute kam die Quittung:
Wir werden ab Ende August nicht mehr abgeholt. Man kündigt den Vertrag einseitig auf.
Scheinbar mag man keine Kunden, welche die gemeinsamen AGB als Rechtsgrundlage ansehen und sich an dt. Gesetz halten.

Zum Glück haben wir bereits vor Monaten auf DHL, FedEx und dt. Post umgestellt.
Ich kann jedem also nur raten….lasst Euch von DHL ein Angebot machen. Ist teilweise günstiger als DHL und es gibt weniger Zustellprobleme – zumindest sind diese unsere Erfahrungen.

GLS und Schadensfälle…wer sich wehrt, geht!
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2 Responses to “GLS und Schadensfälle…wer sich wehrt, geht!”

  1. 1
    Willy Says:

    😕

    Manchmal frag ich mich obs den Firmen einfach zu gut geht und sie keine Kunden mehr brauchen bzw sogar ein Kundenverlust für sie nit schlimm ist. Komisch komisch! Wenn ich sowas les mit den ganzen

    Diebstahl aus dem Paket, beschädigte Pakete, falsch zugestellt oder eben durchnässte Pakete

    dann bekomm ichs noch mehr als bisher mit der Angst zu tun. Wisst ihr was eine Krugerrand ist? Wenn nicht, hier eine Krügerrand zur Ansicht. Solche afrikanischen Goldmünzen sammle und handle ich (ein Hobby) und natürlich muss ich die dann auch in alle Welt verschicken bzw. bestelle bei allen möglichen Adressen. Und ja, da ging – übrigens auch mit der DHL – auch schon das eine oder andere schief. Deswegen schicken wir auch alles per Nachnahme. Verlorene Pakete sind der Worst Case, hatten wir auch schon, dennoch halten sich die Verluste in Grenzen – und wir setzen auf DHL und, vielleicht noch als Tip, auf den Hermes Versand.

    ➡ IN Zukunft wünsche ich euch jedenfalls verlässlicheren Versand und freundlichere Kundenbetreuung!

  2. 2
    Gerit Says:

    @Willy: Falsche Zustellungen sind bei den von Ihnen genannten Produkten zumindest noch kein Problem für den „Kunden“, der das Problem erhält. Ich arbeite für den Online-Händler http://airweapon.de/ und was glauben Sie was da los ist, wenn eine Fehlzustellung dazu führt, dass eine Softair-Waffe die fast wie echt aussieht an jemanden geht, der damit nicht rechnet! 😉

    Die Verlässlichkeit des Zustellers ist einer der wichtigsten Punkte im Online-Handel!

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