axanta AG – Gegendarstellung

Nachdem es in diesem Beitrag um die Axanta AG relativ heiß herging wurde ich nun von der Medienanwältin Maie Bartlmae darauf hingewiesen dass zumindest ein Posting von “Akki P” unwahr ist und ich dieses doch bitte löschen soll.

Hier die Anmerkungen seitens Axanta zu den Vorwürfen – den Kommentar selbst musste ich nach §10 Nr. 2 TMG löschen, da ansonsten wir dafür verantwortlich gemacht werden können.

Hier die Gegendarstellung – ohne Prüfung der Inhalte:

1.
“Die Verträge der Axanta sind so gestaltet, dass sie Axanta zu keinerlei qualifizierten Vermittlungsleistungen verpflichten.”
Diese Behauptung ist unrichtig. Ausweislich der zwischen der Axanta AG und dem Kunden abgeschlossenen Dienstleistungsverträge verpflichtet sich das Unternehmen zu umfangreichen Leistungen, unter anderem auch zu qualifizierten Vermittlungsleistungen.

2.
“Gleichwohl zahlt der Kunde (Verkäufer) für angebliche administrative Tätigkeiten der Axanta erstmal so ca. 20.000 EUR.”
Diese Behauptung ist ebenfalls falsch. Die Vergütung für die Dienstleistungen der Axanta wird von vorneherein vertraglich festgelegt und bemisst sich nach konkret festgelegten Vergütungssätzen der Axanta AG bezogen auf die Größe und den Wert des zu vermittelnden Unternehmens. Diese sind dem Unternehmensverkäufer auch von Anfang an bekannt. Es ist falsch, dass der Kunde zu Beginn der Tätigkeiten erst einmal einen Betrag in der Größenordnung von 20.000 EUR zu zahlen hat, wie es in dem Beitrag dargestellt wird.

3.
“Die gleichen Berater boten mir unmittelbar nach dem erfolglosen (das beste Kaufangebot lag bei ca. 25 % der von der Axanta beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft errechneten Kaufsumme!!!!) Ablauf des Axanta-Vertrages einen weiteren Vertrag ihrer eigenen Vermittlungsfirma an.”

Auch diese Äußerung ist unrichtig und stellt die Tatsachen falsch dar, nämlich dass die für die Axanta AG tätigen Vermittler gleichzeitig ein eigenes Vermittlungsunternehmen führen und in Wirklichkeit mit der Axanta AG in Wettbewerb stehen. Das ist falsch.

4.
Die sich anschließende Aussage:
“Deren Motivation in der ersten Phase qualifizierte Käufer zu finden kann man sich ja leicht vorstellen. Natürlich fühle ich mich voll über den Tisch gezogen und betrogen.” enthält ebenfalls inzident eine falsche Tatsachenbehauptung, nämlich dass von Seiten der Vermittler Axanta AG ein erfolgreicher Unternehmensverkauf während der Laufzeit des
Dienstleistungsvertrages mit der Axanta AG gar nicht gewollt sein könne, da die Vermittler den Abschluss eines sich anschließenden Vermittlungsvertrages über ihre eigene Firma planen.

5.
Der letzte Satz: “Aber wie gesagt, die Verträge verpflichten Axanta zu keinen konkreten Vermittlungsleistungen.” ist wie der erste Satz des Forumseintrages auch wieder falsch. Hierzu verweise ich auf meine obigen Erläuterungen.

February 9, 2012

Tags:
  • Die Gegendarstellung kann man so nicht stehenlassen.
    Zu 1:
    Nach Aussage der RA verplichtet sich Axanta zu “umfangreichen Leistungen, u.a. auch zu qualifizierten Vermittlungsleistungen”. Das sagt doch wohl alles. Ja welche denn?
    Zu 2:
    Ich habe gezahlt EURO 3.200,- + Mwst. 6 Monate lang. Also exakt EURO 22.848,-.
    Zu 3:
    Den Vermittlungsvertrag hat für die Axanta ein Herr S. M. am 11.08.2010 unterschrieben. Der gleiche S. M. hat nach Ablauf des Axanta-Vertrags 6 Monate später am 14.02.2011 den Vermittlungsvertrag für die Firma N. (dort ist M. Gesellschafter) unterzeichnet.
    Anmerkung ADMIN:
    Leider mussten wir auf Grund eines Anwaltbriefes einen Teil dieses Beitrages entfernen.
    H. M. war früher bei der Axanta AG tätigt und ist seit 2011 mit der n. GmbH selbständig. Da hier ein ehemaliger Axanta Mandant angegangen wurde, musste es zu Verwirrungen kommen.
    Zu 4:
    Siehe meinen Kommentar zu 3.
    Anmerkung ADMIN:
    Leider mussten wir auf Grund eines Anwaltbriefes einen Teil dieses Beitrages entfernen.
    Zu 5:
    Siehe meinen Kommentar zu 1.

  • meckern ist ‘in’.
    nur weil offensichtlich ungeeignete verkäufer mit offensichtlich ungeeigneten vermittlern zusammenstiessen (ein qualifizierter unternehmer erkennt einen ungeeigneten vermittler nicht?) ist die sache der axanta doch nicht gleich schlecht. ich habe in 2011 durch axanta eine minderheitsbeteiligung an einer gmbh verkauft, eine wahrlich nicht einfache aufgabe, die monatl. gebühren betrugen einen bruchteil des von anderen behaupteten, ich hatte es mit überwiegend qualifizierten agents zu tun und kann mich überhaupt nicht beschweren. vielmehr kann ich axanta weiterempfehlen.

  • Lieber djb,
    1. Die Agents der Akquisition (clever) sind nicht die gleichen, wie die der Vermittlung (erfährt man aber erst nach Vertragsabschluss).
    2. Die Gebühren sind wohl abhängig vom prognostizieren Verkaufswert. Wenn Sie also so wenig Gebühren gezahlt haben …..
    3. Schön, dass Sie zufrieden sind. Ich kann Axanta aufgrund meiner Erfahrungen auf jeden Fall nicht weiterempfehlen.

  • Hallo, ich bin einer der angeblich nicht vorhandenen Kaufinteressenten der axanta.

    Vor einiger Zeit habe ich durch die Vermittluhng der axanta eine Firma in Berlin gekauft. Ich nenne einmal Ross und Reiter. Es ist die Kubannek GmbH in Berlin ( Automatisierungstechnik und Elektroinstallationen).

    Ist doch komisch, wenn einige dauernd von Freunden erzählen und keine Firmennamen nennen. Wer sagt mir denn, dass hier kein Wettbewerber dahinter steckt? Egal, ich war auf jeden Fall zufrieden.

    Die Herrschaften waren kompetent und erfahren. Noch was zum wilden Anschreiben von von Firmen. Mein Berater hat erst einmal ein Suchprofil erstellt und dann wurden Firmen aus meiner Branche angeschrieben.

    Die mit Verkaufsinteresse wurden dann auf Herz und Nieren geprüft (Bilanzen usw.) Vorgestellt wurden mir dann gleich mehrere Firmen und meine heutige habe ich dann gekauft.

    Also, ich kann axanta nur empfehlen.

  • als ehemaliger “broker” der axanta AG wundere ich mich schon über die seit heute auf deren homepage eingestellten sogenannten Referenzen: 171 Verkäufe seit 2007. Das sind durchschnittlich 31 pro Jahr – bei mindestens 300 Mandaten pro Jahr sind das zehn Prozent erfolgreiche Abschlüsse. Anders formuliert: 90 Prozent der Kunden zahlen nur die Dienstleistungspauschale. Richtig, Herr Müller?
    Auffällig auch: Die angeblich erfolgreichen Verkäufe werden nach EUR-Volumen sortiert. Nimmt man hier nur 3% Provision an, so stellt sich vielleicht auch bald das Finanzamt die Frage, ob die in den Bilanzen ausgewiesenen und veröffentlichten Ergebnisse eigentlich dazu passen.

  • Wer ein Unternehmen verkaufen will oder wie in meinem Fall, familienintern keinen Nachfolger hat, für den ist eine externe Nachfolgelösung über einen Unternehmensvermittler wie die axanta sehr hilfreich. Ich bin ziemlich froh, dass ich den Kontakt damals hatte. In meinem Fall war die Betreuung korrekt, der Vermittler ging nach Plan vor und ich konnte mein Autohaus erfolgreich verkaufen. Das Geld für die feste Monatspauschale war gut investiert – übrigens wusste ich von Beginn an, dass es für eine Vermittlung keine Garantie gibt.

  • Ich habe ebenfalls einen vertrag mit A. geschlossen und hatte anfangs ein ganz gutes Gefühl. Auch verkaufe ich ohne Druck. Der Firma geht es gut aber ich habe nach 20 Jahren einfach keine Lust mehr tagtäglich gegen die zahlreichen “öffentlichen” Windmühlen im Land zu kämpfen und täglich wird der Wasserkopf größer hier. Ich wollte den eigentlichen Verkaufstermin nur nachträglich noch einmal um ein halbes Jahr verschieben das sich persönlich für mich einige Dinge verändert haben und plötzlich wurden alle bei A. sehr unfreundlich zu mir. Mal sehen wie die Sache weiter geht. Wie kommt man den aus einem Vertrag vorfristig wieder raus ? Hat da jemand Erfahrung ? Ich halte Euch auf dem Laufenden. 😉

  • Ich würde mir da keine große Hoffnung machen. Wenn die Hardliner einmal den Vertrag in der Tascge haben, wird das auch konsequent durchgezogen. Man kann eben nur hoffen, dass sich, auch aufgrund dieser Beiträge, möglichst viele potentielle Kunden vorher (!) hinreichend über den Laden informieren.

  • 50:50 Geschichte. Ixch suche einen Investor aus der Marketing- oder Werbebranche für mein Wellness- und Sportcenter ( Yoga) . Nun bin ich an die axanta geraten. Nach den Beiträgen, die ich hier lese, wird mir ganz anders. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Besonders dann, wenn man in der Klemme ist. Das ganze scheint eine Art Poker zu sein.
    Gibt es noch irgend einen Tipp für eine Sicherheit??

  • Hier ein ganz einfacher aber sicherer Tipp: Den Vertrag so gestalten, dass man nur im Erfolgsfall zahlt! Das wird bei axanta sicher schwierig, da diese nach Aufwand berechnen, wobei dann eine erfolgreiche Vermittlung nicht garantiert ist. So kann man dann sein Geld auch ganz schnell loswerden ohne dass man was davon hat. In Ihrer Situation sicher nicht wünschenswert.

  • Ich habe ebenfalls negative Erfahrungen mit Axanta gemacht und möchte daher allen raten eher nicht mit dieser Firma zusammenzuarbeiten.
    Das Anfangsgespräch lief mit einem m.M. gutem Verkäufer ab, der auch fachkundig erschien. Dies war aber leider nicht der Betreuer, der danach zuständig war und leider nicht sehr fachkundig war. Er wurde dann auch irgendwann im Prozess ersetzt. In der Zeit, in der ich für die am Ende erfolglose Dienstleistung, hatte er mir nicht sonderlich viele Kontakte gebracht, für meine Firma die ich eigentlich gerne verkauft hätte.
    In der Zeitschrift Impulse (1/12) ist übrigens ein großer Bericht über Axanta und seine Machenschaften. In der aktuellen Ausgabe (2/13) übrigens wieder mit einer kleinen Mitteilung, daß Axanta ein Gerichtsurteil verloren hat und eventuell enttäuschte Axanta-Kunden das Urteil nutzen könnten, um Ihr Geld zurückzufordern. Wenn das aktuell so ist, dann wäre ich dabei – auch bei einer Sammelklage.
    Vielleicht auch für einige andere hier interessant?

  • Vgl. meinen Kommentar vom 31.05.2012. Clevere Akquise, aber dann absolute Flaschen in der Vermittlung. Genau meine Erfahrung.
    Bei einer Sammelklage wäre ich dabei.

  • @Akki P.
    Ich habe meine Kontaktdaten an Steffen Gründig, Anwaltskanzlei Gründig, 08060 Zwickau geschickt für den Fall, daß er den Fall gegen Axanta gewinnt und dann eventuell eine Sammelklage vorbereiten will.

  • Sollte jemand vorhaben seine Firma, im Bundesland Sachsen-Anhalt, abzugeben / zu verkaufen, wäre ich ein Interessent. Hat schon jemand negative Erfahrungen mit der Vertraulichkeitsvereinbarung der Axanta gemacht?

  • Witzig und schaurig zu lesen! Ich habe den Eindruck, dass hier Geld mit dem Leid anderer Menschen gemacht wird. Wir haben soeben ein Schreiben von der Axanta erhalten, wo Sie uns Kaufinteressenten offerieren für eine Firma von uns, die es überhaupt nicht mehr gibt. Somit recherchieren die wohl bei den Gewerbeämtern – leider nicht wirklich richtig

  • Habe gestern ein Aquiseschreiben der Axanta erhalten. Headline “Unternehmer sucht Unternehmen in der Energieversorgungsbranche“. Text: zunächst “Marktführer-bla-bla”….
    “Wir haben aktuell Kaufinteressenten, die auf der Suche nach einem Unternehmen in der Wasserversorgung sind.

    Was jetzt? Energie oder Wasser?? Paßt übrigens beides nur sehr bedingt zu unserem Unternehmen. Bereits hier läßt sich u.U. erkennen, wie ernsthaft (oder eben nicht) Axanta an einer tatsächlichen Vermittlung interessiert ist.
    Warum stellt sich eine Firma in der Größe wie die Axanta auf die doch aufwändige Basis einer AG???
    Lesen Sie mal die Bilanzen im Bundesanzeiger. Da ist nicht nichst, aber richtig viel ist da auch nicht, außer richtig viel Gewinn in der Relation zum Umsatz (>4,85 Moi €).

  • Mit Axanta hatte ich geglaubt, einen kompetenten Partner gefunden zu haben, um meinen Betrieb aus Altersgründen zu verkaufen oder einen Nachfolger zu finden.
    Bei dem Erstgespräch, bei dem gleich zwei Mitarbeiter von A erschienen sind, wurde mit blumigen Worten die riesige Datenbank mit allen möglichen Käufern und Verkäufern angepriesen, die vorhanden wäre.
    Es wurde auf jeden Fall darauf gedrängt, eine sofortige Entscheidung zu treffen (nie drängen lassen).
    Nachdem ich diese Vereinbarung getroffen habe, wurde mir ein Broker zugeteilt, der die weitere Akquise übernahm.
    In sechs Monaten wurde vier!!! “Interssenten” mitgeteilt, die sich alle als Luftnummer erwiesen. Gespräche kamen nicht zustande.
    Das monatliche “Dienstleistungshonorar” wurde pünktlich eingezogen, bzw. dann überwiesen.
    Wenn ich nochmal mit einen “Vermittler” beauftrage, dann nur auf Erfolgsbasis. Denn keine Leistung – keine Vergütung.
    Zur Organisation von A.
    Während unserer Vereinbarung kam ein Akquiseschreiben zum Kauf/Verkauf von Unternehmen?
    Rechnung sind mit komplett falscher Adresse versehen (mehrmals)!!
    Bezahlte Rechnungen werden mehrmals angemahnt??!
    Eine Empfehlung kann ich A nicht geben
    Drum prüfe zweimal wer sich bindet.

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