Nun gut. Die Abwanderung des Nokia Werkes von Bochum nach Rumänien dürfte jedem bekannt sein. So auch einem unserer T-Mobile Businesskunden, dessen Rahmenvertrag wir betreuen.

Er will im Gegensatz zu früher keine Nokias mehr – nur noch SonyEricsson. Basta. Hab ich kein Problem damit, da SonyEricsson in den letzten Jahren weniger aber dafür bessere Geräte herausgebracht hat und die Gerätevielfalt halbwegs überschaubar bleibt…im Gegensatz zu Nokia.

Was man sich aber generell fragen muss…bringt ein Boykott etwas? Kann Nokia was für die Subventionsmillionen? Sind andere Hersteller besser?

In meinen Augen ist es ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind die Politiker schuld, welche großzügig unser (!) Geld um sich werfen und dann wir geprügelte Hunde aufjaulen, wenn Nokia nach Ablauf der Vertragsfristen wechselt. Man kann die Marktwirtschaft nunmal nicht umgehen. Kapital sucht sich immer die beste Anlagemöglichkeit. Hätte man mit den Millionen lieber in Bildung oder Forschungsprojekte investiert….

Gleichzeitig schmeckt mir das Vorgehen von Nokia aber auch nicht. Sicher…die Millionen standen bereit. Abgreifen was geht. Doch als Firma hat man seinen Mitarbeitern gegenüber eine soziale Verantwortung und sollte diese nicht von heute auf morgen auf die Straße setzen, besonders wenn man „das beste Firmenergebnis seit Jahren“ erwartet.

Vielleicht wacht die Politik mal auf….

Nokia Boykott – der erste Großkunde setzt ein Zeichen
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2 Gedanken zu „Nokia Boykott – der erste Großkunde setzt ein Zeichen

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