Doch kein schneller Durchbruch für IP TV?

Der Internet Provider Verband Eco (Veband der deutschen Internetwirtschaft) dämpft die Hoffnungen auf einen schnellen Erfolg für das Fernsehen via Internet-Protokoll (IP-TV) und rechnet mit einer flächendeckenden Verbreitung frühestens in fünf bis zehn Jahren.

“In Deutschland müssen erst noch zahlreiche Voraussetzungen erfüllt werden, um die Übertragung breitbandiger Anwendungen bis in den letzten Zipfel der Republik zu gewährleisten”, so Harald A. Summa heute in Köln. Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin wird IP-TV im Fokus des Interesses stehen. Nach Ansicht des Eco Verbandes fehle es außerdem noch an Angeboten, die die Verbraucher zufrieden stellen könnten.

Bisher gäbe es in Deutschland zu wenige Optionen für IP-TV, die zudem nur in bestimmten Regionen und damit sehr eingeschränkt nutzbar seien. “Bevor sich IP-TV etablieren kann, muss es eine Vielzahl ansprechender Komplettangebote geben, die alle Komponenten – Streaming, Video on Demand und Internet-TV – zur Verfügung stellen”, sagt Summa. Einer der wesentlichen Problembereiche sei die Bereitstellung von Content. Die privaten Programmanbieter verlangten hohe Entgelte für die Einspeisung ihrer Programme von den IP-TV-Anbietern und die öffentlich-rechtlichen Sender hielten ihre Archive verschlossen. Dies behindere eine schnellere und weitere Verbreitung der neuen Form des Medienkonsums, meint der Verbandschef. <p>

Wesentlich schwerer wögen jedoch die nach wie vor bestehenden Unzulänglichkeiten in Bezug auf die Breitbandversorgung, die in der Republik immer noch Lücken aufweist. “Viele Privathaushalte und Unternehmen in weiten Teilen Deutschlands warten weiterhin vergeblich auf einen Anschluss an das High-Speed-Internet”, so Summa.

Quelle: de.internet.com

August 24, 2007

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